hamster buch geschichte lesen

(Kurzgeschichte) Der Hamster, der das Feuerwerk hasste

Fun

Es war einmal ein kleiner Hamster namens Hugo, der in einem gemütlichen Käfig in einem Kinderzimmer lebte. Er liebte es, an seinem Rad zu laufen, Nüsse zu knabbern und sich in seinem Häuschen zu verstecken. Er hatte ein schönes Leben, bis auf eine Sache: Er hasste das Silvesterfeuerwerk.

Jedes Jahr, wenn der 31. Dezember kam, wurde Hugo von lauten Knallen, grellen Lichtern und Rauch erschreckt, die aus dem Fenster zu sehen waren. Er verstand nicht, warum die Menschen so viel Lärm machten und die Luft verschmutzten. Er fühlte sich ängstlich und gestresst und konnte nicht schlafen. Er wünschte sich, dass das Feuerwerk aufhören würde.

Eines Tages beschloss er, etwas dagegen zu tun. Er hatte gehört, dass es einen Ort gab, wo es kein Feuerwerk gab: den Wald. Er dachte, dass er dort in Ruhe leben könnte, ohne Angst vor dem Lärm zu haben. Er machte einen Plan, wie er aus seinem Käfig entkommen und zum Wald gelangen konnte.

Er wartete, bis seine Besitzer schliefen, und nagte an den Gitterstäben seines Käfigs, bis er ein Loch machte. Er kletterte heraus und schlich sich aus dem Zimmer. Er fand die Haustür und drückte die Klinke herunter. Er rannte die Straße entlang, bis er den Waldrand erreichte. Er atmete tief durch und freute sich, dass er es geschafft hatte.

Er suchte sich ein gemütliches Nest unter einem Baum und legte sich schlafen. Er träumte von einem friedlichen Leben im Wald, ohne Feuerwerk. Er war glücklich.

Am nächsten Morgen wachte er auf und sah sich um. Er sah viele andere Tiere, die im Wald lebten: Eichhörnchen, Hasen, Vögel, Rehe und mehr. Er begrüßte sie freundlich und fragte, ob er sich ihnen anschließen könnte. Die Tiere waren überrascht, einen Hamster im Wald zu sehen, aber sie waren nett zu ihm und luden ihn ein, mit ihnen zu spielen.

Hugo hatte viel Spaß mit seinen neuen Freunden. Er lernte, wie man Nüsse sammelt, wie man sich vor Raubtieren versteckt und wie man die Natur genießt. Er fühlte sich frei und glücklich. Er dachte, dass er den besten Ort der Welt gefunden hatte.

Er vergaß ganz, dass bald Silvester war. Er dachte nicht mehr an das Feuerwerk, das er so hasste. Er war zufrieden mit seinem Leben im Wald.

Doch dann kam der Abend des 31. Dezembers. Hugo saß mit seinen Freunden unter einem Baum und plauderte. Plötzlich hörte er einen lauten Knall. Er zuckte zusammen und sah zum Himmel. Er sah ein buntes Licht, das in der Luft explodierte. Er roch den Rauch, der sich ausbreitete. Er erkannte, was es war: Feuerwerk.

Er war schockiert. Er dachte, dass es im Wald kein Feuerwerk gab. Er fragte seine Freunde, was das war. Sie sagten ihm, dass die Menschen im Dorf jedes Jahr Feuerwerk machten, um das neue Jahr zu feiern. Sie sagten ihm, dass sie sich daran gewöhnt hatten und dass es ihnen nichts ausmachte. Sie sagten ihm, dass er sich keine Sorgen machen sollte und dass es bald vorbei wäre.

Hugo konnte es nicht glauben. Er hatte sein Zuhause verlassen, um dem Feuerwerk zu entkommen, und nun war es hier. Er fühlte sich betrogen und verletzt. Er wollte nicht hier sein. Er wollte zurück in seinen Käfig.

Er entschuldigte sich bei seinen Freunden und rannte weg. Er lief die Straße entlang, bis er sein Haus erreichte. Er fand die Haustür und drückte die Klinke herunter. Er rannte in sein Zimmer und kletterte in seinen Käfig. Er versteckte sich in seinem Häuschen und schloss die Augen. Er versuchte, das Feuerwerk zu ignorieren.

Er merkte, dass er einen Fehler gemacht hatte. Er hatte sein altes Leben aufgegeben, um ein neues zu suchen, aber er hatte nicht gefunden, was er wollte. Er hatte nur gefunden, was er hasste. Er vermisste seine Besitzer, sein Rad, seine Nüsse und sein Häuschen. Er vermisste sein Zuhause.

Er beschloss, nie wieder wegzulaufen. Er beschloss, das Feuerwerk zu akzeptieren. Er beschloss, glücklich zu sein.

Und er war es.

Ende.

Facebook Notice for EU! You need to login to view and post FB Comments!