Watson – Medizin, Mysterium und Mord: Alles über die neue Serie rund um Sherlock Holmes’ berühmten Freund

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Ein neuer Holmes-Ableger im Rampenlicht

Mit „Watson“ wagt CBS einen mutigen Schritt: Die Serie stellt erstmals Dr. John Watson, den ewigen Sidekick des legendären Sherlock Holmes, ins Zentrum und schickt ihn auf eine ganz eigene Reise. Zwischen medizinischem Drama, Krimi und psychologischer Charakterstudie entfaltet sich ein modernes Serienuniversum, das die berühmten Figuren von Sir Arthur Conan Doyle neu interpretiert und dabei aktuelle Themen wie Ethik, Wissenschaft und menschliche Abgründe aufgreift. Doch wie schlägt sich Watson ohne Holmes? Wie viel Sherlock steckt noch in der Serie? Und warum begeistert das Format Millionen Zuschauer weltweit? Dieser Artikel liefert einen umfassenden, unterhaltsamen und tiefgehenden Einblick in die Welt von „Watson“ – von der Prämisse über die Stars bis zu Kritik, Quoten und Zukunftsaussichten.


Worum geht es in „Watson“? – Prämisse und Besonderheiten

Die Handlung von „Watson“ setzt ein Jahr nach dem dramatischen Tod von Sherlock Holmes ein. Holmes und sein Erzfeind Moriarty sind im Schweizer Reichenbachfall verschwunden – ein ikonischer Moment aus Doyles Geschichten, der hier als Ausgangspunkt für Watsons Neuanfang dient. Dr. John Watson, gespielt von Morris Chestnut, kehrt nach dem Verlust seines Freundes und Partners in die Medizin zurück. Mit dem Erbe von Holmes gründet er in Pittsburgh die „Holmes Clinic“, eine hochspezialisierte Einrichtung für seltene und mysteriöse Krankheiten.

Doch Watsons Vergangenheit lässt ihn nicht los: Hinweise deuten darauf hin, dass Moriarty noch lebt und weiterhin im Hintergrund agiert. Während Watson und sein Team medizinische Rätsel lösen, geraten sie immer wieder in gefährliche Ermittlungen, die weit über das Krankenhaus hinausreichen. Die Serie verbindet so klassische Elemente des Detektivromans mit modernen medizinischen Fällen und ethischen Dilemmata. Watson nutzt die deduktiven Fähigkeiten, die er von Holmes gelernt hat, um Diagnosen zu stellen, und muss sich gleichzeitig mit eigenen Traumata, Schuldgefühlen und der ständigen Bedrohung durch Moriarty auseinandersetzen.

Das Besondere: „Watson“ ist kein klassisches Sherlock-Holmes-Spin-off, sondern ein Hybrid aus Medical-Drama und Krimi, der sich bewusst von Vorbildern wie „House“ oder „Elementary“ absetzt. Die Serie spielt im heutigen Pittsburgh, greift aktuelle medizinische Forschung auf und stellt die Figuren in den Mittelpunkt – ihre Beziehungen, Konflikte und moralischen Entscheidungen. Die Holmes-Mythologie bleibt präsent, wird aber neu interpretiert und erweitert.


Die Hauptdarsteller und ihre Rollen: Wer ist wer in der Holmes Clinic?

Die Besetzung von „Watson“ ist hochkarätig und vielfältig. Im Zentrum steht Morris Chestnut als Dr. John Watson, flankiert von einem Ensemble, das sowohl medizinische als auch persönliche Tiefe einbringt. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Figuren und ihre Darsteller:

Schauspieler/inRolleBeschreibungEpisoden (Stand Dez. 2025)
Morris ChestnutDr. John WatsonEhemaliger Militärarzt, Ex-Detektiv, Leiter der Holmes Clinic, kämpft mit Trauma und Schuld23
Eve HarlowDr. Ingrid DerianVerschlossene Neurologin mit dunkler Vergangenheit, Watsons engste Vertraute21
Peter Mark KendallDr. Stephens & Adam CroftZwillingsbrüder, Spezialisten für Infektiologie und funktionelle Medizin, komplexe Beziehung21
Inga SchlingmannDr. Sasha LubbockImmunologin und Rheumatologin, adoptiert, zwischen zwei Kulturen21
Ritchie CosterShinwell JohnsonEx-Krimineller, Verwaltungsassistent, später Pfleger in Ausbildung21
Rochelle AytesDr. Mary MorstanWatsons Ex-Frau, Klinikdirektorin, brillante Chirurgin, moralischer Kompass21
Randall ParkProf. James MoriartyHolmes’ Erzfeind, Mastermind, taucht überraschend wieder auf4 (S1)
Robert CarlyleSherlock HolmesDer totgeglaubte Detektiv, kehrt in Staffel 2 zurück, bringt neue Konflikte4 (S2, geplant 8)

Die Hauptfiguren werden durch zahlreiche Neben- und Gastrollen ergänzt, darunter Kacey Rohl als Hannah Burke (Moriartys Agentin), Tika Sumpter als Dr. Laila Bynum (Watsons neue Liebe), Amanda Crew als Lauren (Anwältin und Ex von Stephens), Vincent Gale als Mycroft Holmes, Whoopie Van Raam als Irene Adler und viele mehr. Besonders bemerkenswert ist die Vielschichtigkeit der Figuren: Fast jeder bringt ein eigenes Trauma, familiäre Konflikte oder moralische Grauzonen mit, was die Serie deutlich von klassischen Krankenhausserien abhebt.


Die wichtigsten Neben- und Gastdarsteller (Auswahl)

Die Nebenfiguren sorgen für zusätzliche Tiefe und überraschende Wendungen. Hier einige Highlights:

  • Kacey Rohl als Hannah Burke: Moriartys Agentin, die Shinwell erpresst und als Gegenspielerin agiert.
  • Tika Sumpter als Dr. Laila Bynum: Kinderonkologin, entwickelt eine Beziehung zu Watson.
  • Amanda Crew als Lauren: Anwältin, Stephens’ Ex und Adams Verlobte.
  • Vincent Gale als Mycroft Holmes: Sherlocks Bruder, bringt neue Dynamik ins Spiel.
  • Whoopie Van Raam als Irene Adler: Die einzige Frau, die Holmes je überlistet hat, mit eigenem Handlungsstrang.
  • Kiera Allen als Gigi Grigoryan: Ingrids Schwester, Rollstuhlfahrerin, zentrales Element in mehreren Episoden.

Viele dieser Figuren tauchen in mehreren Episoden auf und beeinflussen die Entwicklung der Hauptcharaktere maßgeblich.


Produktion: Hinter den Kulissen – Wer steckt hinter „Watson“?

Showrunner, Produktionsteam und Studios

Die kreative Leitung von „Watson“ liegt bei Craig Sweeny, der bereits als Showrunner und Autor für „Elementary“ verantwortlich war. Sweeny bringt seine Erfahrung aus dem Holmes-Universum ein, setzt aber auf einen eigenständigen Ton und eine moderne Erzählweise.

Zu den ausführenden Produzenten zählen neben Sweeny auch Hauptdarsteller Morris Chestnut, Larry Teng (auch Regisseur der ersten Episoden), Shäron Moalem (Mediziner und Autor), Aaron Kaplan (Kapital Entertainment), Brian Morewitz und Sallie Patrick. Die Produktion erfolgt in Zusammenarbeit von CBS Studios, Kapital Entertainment und Action This Day!.

Drehorte und Produktionszeitraum: Gedreht wird überwiegend in Vancouver, Kanada, insbesondere in den Bridge Studios in Burnaby und auf dem Campus der University of British Columbia. Für die authentische Pittsburgh-Atmosphäre wurden jedoch auch Außenaufnahmen in Pittsburgh selbst realisiert, darunter auf der Roberto Clemente Bridge und in Lawrenceville. Die Dreharbeiten zur ersten Staffel liefen von Juni bis November 2024, Staffel 2 startete im Juni 2025 und läuft bis März 2026.

Visuelle Gestaltung und Musik: Die Kameraarbeit verantworten u.a. James Liston, Shamus Whiting-Hewlett und Brook Willard. Für das Szenenbild ist Dustin Farrell zuständig, die Kostüme stammen von Kerry Weinrauch. Die Musik stammt vom renommierten Komponisten Paul Leonard-Morgan, der bereits für „Limitless“ und „Dredd“ ausgezeichnet wurde und einen modernen, atmosphärischen Soundtrack liefert.


Entstehungsidee und Entwicklungsgeschichte

Die Idee zu „Watson“ entstand aus dem Wunsch, die berühmte Holmes-Mythologie aus einer neuen Perspektive zu erzählen. Craig Sweeny, selbst großer Holmes-Fan, wollte Watson aus dem Schatten des Detektivs holen und ihm eine eigene, komplexe Geschichte geben. Die Serie wurde 2022 direkt als „straight-to-series“ bestellt, ohne klassischen Piloten, was das Vertrauen des Senders in das Konzept unterstreicht.

Sweeny betont in Interviews, dass ihn besonders die Frage reizte, wie Watson als eigenständige Figur mit Trauma, Schuld und Verantwortung umgeht – und wie er die deduktiven Methoden von Holmes auf die Medizin überträgt. Die Wahl von Pittsburgh als Setting ist eine Hommage an Sweenys Heimatstadt und deren medizinische Geschichte (u.a. Entwicklung des Polio-Impfstoffs).

Die Entwicklung der Serie wurde von Anfang an von medizinischen Beratern begleitet, um die Fälle so realistisch wie möglich zu gestalten. Gleichzeitig erlaubt die Holmes-Mythologie kreative Freiheiten und überraschende Wendungen, etwa die Rückkehr von Sherlock Holmes in Staffel 2.


Staffelübersicht: Wie viele Folgen gibt es – und wie geht es weiter?

„Watson“ umfasst bislang zwei Staffeln, eine dritte ist bereits in Planung. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die bisherigen und geplanten Episoden:

StaffelEpisodenUS-ErstausstrahlungFinale (geplant)Bemerkungen
11326.01.2025 – 11.05.202511.05.2025Auftakt nach AFC Championship Game
22013.10.2025 – 03.05.202603.05.2026 (geplant)Sherlock Holmes kehrt zurück
3tbaab 2026 (Midseason)tbabereits bestätigt, Details folgen

Staffel 1 erzählt in 13 Episoden den Aufbau der Holmes Clinic, Watsons Kampf mit seinem Trauma und die schrittweise Eskalation des Konflikts mit Moriarty. Die Staffel endet mit einem dramatischen Finale, in dem Watson eine folgenschwere Entscheidung trifft.

Staffel 2 erweitert das Ensemble, bringt Sherlock Holmes (Robert Carlyle) zurück und vertieft die persönlichen und medizinischen Konflikte. Die Staffel umfasst 20 Episoden und läuft aktuell in den USA und international.

Staffel 3 ist bereits in Vorbereitung, wird aber erst 2026 ausgestrahlt, da CBS die Serie für die Midseason zurückhält. Die genaue Episodenzahl steht noch nicht fest, es werden aber mindestens 18 Folgen erwartet.


Ausstrahlung und internationale Verfügbarkeit

„Watson“ feierte seine Weltpremiere am 26. Januar 2025 auf CBS, direkt nach dem AFC Championship Game – ein begehrter Sendeplatz, der für hohe Einschaltquoten sorgte. Die reguläre Ausstrahlung erfolgt sonntags um 21 Uhr (US-Zeit), Wiederholungen und Streaming sind über Paramount+ verfügbar.

Internationale Ausstrahlung:

  • Deutschland & Österreich: Seit 9. November 2025 auf Sky One, parallel als Stream bei WOW, Sky Go und Sky Q.
  • Australien: Network 10 und Paramount+.
  • Kanada: Global TV und StackTV.
  • Großbritannien: Sky Witness (ab 24. November 2025).
  • Weitere Länder: Über Paramount Global Content Distribution in mehr als 100 Märkten.

Die Serie wurde bereits auf der MIPCOM in Cannes 2024 als internationales Highlight präsentiert und ist damit eines der global am stärksten vermarkteten neuen US-Formate.


Quoten, Zuschauerzahlen und Erfolg: Wie schlägt sich „Watson“?

US-Quoten und Reichweite

„Watson“ startete mit einem Paukenschlag: Die Pilotfolge erreichte 18,7 Millionen Zuschauer über alle Plattformen hinweg (Live+35), was sie zur meistgesehenen CBS-Serienpremiere der Saison machte – und sogar den bisherigen Quotenhit „Tracker“ übertraf. In der linearen Ausstrahlung (Live+7) lag der Zuschauerschnitt der ersten Staffel bei 6,8 Millionen pro Folge, was Platz 7 unter den CBS-Dramen bedeutete, aber in der Zielgruppe (18–49 Jahre) mit einem Rating von 0,46 sogar den zweiten Platz belegte.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zuschauerzahlen der ersten Episoden (in Millionen):

FolgeUS-ErstausstrahlungLive-ZuschauerGesamt (inkl. Streaming)
Pilot26.01.20259,5818,7
Redcoat16.02.20254,326,28
Folge 3–6Feb–März 20254,0–5,26,3–6,8

Die Quoten blieben auch im weiteren Verlauf stabil, mit einem wöchentlichen Durchschnitt von rund 6,8 Millionen Zuschauern. Besonders stark ist die Serie im Streaming: Die Pilotfolge wurde allein auf Paramount+ von 7 Millionen Zuschauern abgerufen.

International ist „Watson“ ebenfalls erfolgreich: In Deutschland verzeichnete die Serie zur Premiere auf Sky One starke Abrufzahlen, in Australien und Kanada läuft sie ebenfalls in der Primetime.

Verlängerung und Zukunft

Angesichts des Erfolgs wurde „Watson“ bereits im März 2025 um eine zweite Staffel verlängert, noch bevor das Staffelfinale ausgestrahlt wurde. Die frühe Verlängerung ermöglichte es den Autoren, einen Cliffhanger einzubauen und die Handlung für Staffel 2 offen zu gestalten. Auch eine dritte Staffel ist bereits in Planung, CBS hält die Serie jedoch für die Midseason 2026 zurück, um sie als Highlight zu positionieren.


Kritiken und Zuschauerbewertungen: Zwischen Lob und Skepsis

Pressestimmen und Expertenmeinungen

Die Kritiken zu „Watson“ fallen gemischt bis positiv aus. Die Serie wird für ihren frischen Ansatz und die schauspielerische Leistung von Morris Chestnut gelobt, muss sich aber auch Vergleiche mit „House“ und anderen Holmes-Adaptionen gefallen lassen.

Rotten Tomatoes: Die Serie erreicht eine Zustimmungsrate von 50–62 % (je nach Zeitpunkt und Anzahl der Kritiken). Das Kritikerfazit lautet: „Transplanting Sherlock Holmes lore into a medical procedural, Watson’s conceit proves an awkward fit but gets a boost from the ever-watchable Morris Chestnut.“

Metacritic: Mit einem Score von 54/100 (16 Kritiken) wird „Watson“ als „durchschnittlich bis gemischt“ bewertet.

Variety lobt die Serie für die „charismatische Performance“ von Chestnut und die gelungene Verbindung von medizinischem Drama und Krimi, kritisiert aber die manchmal gezwungen wirkenden Holmes-Elemente: „Watson could’ve easily worked as a cut-and-dry medical mystery drama instead of trying to force a square peg in a round hole. […] However, with an endlessly charismatic Chestnut leading the charge, the addition of some much-needed backstories and a focus on medical mysteries and the people enduring them, Watson eventually finds more solid ground.“

RogerEbert.com urteilt deutlich kritischer: „There is no point to CBS’s utterly stale procedural ‘Watson.’ It thinks it’s clever but isn’t. The writing is in shambles. […] The only thing keeping this afloat is Chestnut’s charm.“ Die Serie wird als zu formelhaft und uninspiriert beschrieben, insbesondere im Vergleich zu „House“.

Zuschauerbewertungen und Community-Feedback

IMDb: Die Serie erreicht einen Score von 5,1/10 (über 3.000 Bewertungen), wobei die ersten Episoden noch deutlich besser bewertet wurden (bis zu 8,3/10), später aber abfielen. Viele Zuschauer loben die medizinischen Fälle und die Ensemble-Dynamik, kritisieren aber die Ähnlichkeit zu „House“ und die manchmal flachen Nebenfiguren.

Typische Zuschauerstimmen:

  • „Watson ist ein unterhaltsamer Mix aus Krimi und Medizin, aber zu sehr an House angelehnt.“
  • „Morris Chestnut trägt die Serie, aber die Sherlock-Elemente wirken aufgesetzt.“
  • „Die Fälle sind spannend, aber die Figuren brauchen mehr Tiefe.“

In Foren und sozialen Medien wird die Serie oft als „House 2.0“ bezeichnet, wobei die Holmes-Mythologie als nettes Extra, aber nicht als zentrales Element wahrgenommen wird.


Vergleich mit anderen Holmes-Adaptionen: Was macht „Watson“ anders?

„Watson“ steht in einer langen Tradition von Holmes-Adaptionen, von den klassischen Filmen über die BBC-Serie „Sherlock“ bis zu CBS’ eigenem „Elementary“. Im Vergleich zu diesen Formaten setzt „Watson“ jedoch neue Akzente:

  • Fokus auf Watson: Erstmals steht nicht Holmes, sondern sein Freund und Chronist im Mittelpunkt. Die Serie erforscht Watsons Trauma, seine Schuldgefühle und seine Entwicklung zum eigenständigen Ermittler und Arzt.
  • Medizin statt Mord: Während „Sherlock“ und „Elementary“ klassische Kriminalfälle in den Vordergrund stellen, liegt der Schwerpunkt bei „Watson“ auf medizinischen Rätseln und ethischen Dilemmata.
  • Moderne Themen: Die Serie greift aktuelle Fragen wie Genetik, Big Pharma, medizinische Ethik und psychische Gesundheit auf – Themen, die in klassischen Holmes-Adaptionen selten behandelt werden.
  • Ensemble-Charakter: Das Team der Holmes Clinic erinnert an die „Fellows“ aus „House“, bringt aber durch die Holmes-Mythologie zusätzliche Tiefe und Konflikte ein.

Vergleich zu „Elementary“: Beide Serien stammen von Craig Sweeny, sind aber unabhängig voneinander. Während „Elementary“ Holmes und Watson als gleichberechtigtes Duo in New York zeigt (mit einer weiblichen Watson), ist „Watson“ ein reines Watson-Vehikel mit stärkerem Fokus auf Medizin und persönliche Entwicklung.


Musik, visuelle Gestaltung und technische Aspekte

Die visuelle Gestaltung von „Watson“ setzt auf einen modernen, klinischen Look mit klaren Linien, viel Glas und Licht – passend zur Hightech-Atmosphäre der Holmes Clinic. Die Kameraarbeit ist dynamisch, nutzt häufig Steadicam- und Drohnenaufnahmen, um die Weite der Klinik und die Hektik des Krankenhausalltags einzufangen.

Soundtrack: Der Score stammt von Paul Leonard-Morgan, der für seine Mischung aus orchestralen und elektronischen Elementen bekannt ist. Die Musik unterstreicht die Spannung der medizinischen Fälle, setzt aber auch emotionale Akzente in den ruhigeren Momenten. In den Episoden kommen zudem aktuelle Songs zum Einsatz, etwa von Kacey Musgraves, alt-J oder Sault.

Technische Beratung: Die Serie arbeitet mit medizinischen Beratern zusammen, um die Fälle möglichst realistisch darzustellen. Dennoch erlaubt sich „Watson“ kreative Freiheiten, etwa bei der Darstellung experimenteller Therapien oder genetischer Diagnostik – ein bewusster Spagat zwischen Wissenschaft und Fiktion, der auch in Fachmedien diskutiert wird.


Wissenschaftliche Perspektiven: Medizin vs. Fiktion

„Watson“ bewegt sich an der Schnittstelle von Medizin und Fiktion. Die Serie greift reale medizinische Probleme auf – von seltenen Gendefekten über ethische Fragen bei Gentherapien bis zu den Schattenseiten des Gesundheitssystems (z.B. unbezahlbare Medikamente, Big Pharma, klinische Studien).

Beispielhafte Episode: In „The Man with the Glowing Chest“ wird die Behandlung einer Patientin mit seltener Sichelzellenanämie thematisiert. Die Episode kritisiert die hohen Kosten für Gentherapien und die Hürden durch Bürokratie und Patentrecht – ein Thema, das auch in der realen Medizin hochaktuell ist. Die Serie nimmt sich hier Freiheiten, um gesellschaftliche Missstände anzuprangern, bleibt aber im Kern wissenschaftlich fundiert.

Fachmedien und Wissenschaftler loben die Serie für die realistische Darstellung medizinischer Dilemmata, kritisieren aber gelegentlich die Vereinfachung komplexer Sachverhalte und die dramaturgische Zuspitzung. Dennoch trägt „Watson“ dazu bei, medizinische Themen einem breiten Publikum zugänglich zu machen und zur Diskussion anzuregen.


Stimmen aus Cast und Crew: Interviews und Zitate

Morris Chestnut (Dr. John Watson) betont in Interviews, wie sehr ihn die Vielschichtigkeit der Figur reizt: „Watson hat eine große Ehrfurcht vor Holmes. Es gibt keine Möglichkeit, diese Figur zu spielen, ohne den Einfluss von Sherlock zu zeigen. Aber wir wollten auch zeigen, wie Watson als eigenständiger Held wächst.“

Auf die Frage, wie er sich auf die Rolle vorbereitet hat, sagt Chestnut: „Ich habe viel über die Holmes-Mythologie gelesen, aber auch mit echten Ärzten gesprochen. Die größte Herausforderung war, Watsons Trauma und seine Schuldgefühle authentisch darzustellen.“

Craig Sweeny (Showrunner) erklärt die Motivation hinter der Serie: „Ich wollte Watson aus dem Schatten holen. Was passiert mit einem Menschen, der immer nur der zweite Mann war, wenn er plötzlich allein ist? Wie nutzt er die Methoden von Holmes, um Leben zu retten – und wie geht er mit seinen eigenen Dämonen um?“

Larry Teng (Regisseur) hebt die Bedeutung von Pittsburgh als Setting hervor: „Die Stadt steht für medizinischen Fortschritt und Innovation. Wir wollten diese Atmosphäre einfangen und gleichzeitig eine Liebeserklärung an Sweenys Heimatstadt machen.“


Fazit: Warum „Watson“ sehenswert ist – und was die Serie besonders macht

„Watson“ ist mehr als nur ein weiteres Holmes-Spin-off. Die Serie wagt es, eine der berühmtesten Nebenfiguren der Literaturgeschichte ins Zentrum zu rücken und ihr eine eigene, komplexe Entwicklung zu gönnen. Mit einer Mischung aus medizinischem Drama, Krimi und psychologischer Charakterstudie gelingt es „Watson“, aktuelle Themen wie Ethik, Wissenschaft und menschliche Abgründe spannend und unterhaltsam zu erzählen.

Stärken der Serie:

  • Charismatischer Hauptdarsteller: Morris Chestnut überzeugt als vielschichtiger Watson.
  • Spannende Fälle: Medizinische und kriminalistische Rätsel sorgen für Abwechslung.
  • Starkes Ensemble: Vielschichtige Nebenfiguren und ein diverses Team.
  • Moderne Themen: Gesellschaftskritik, Ethik und Wissenschaft werden intelligent verwoben.
  • Visuelle und musikalische Qualität: Hochwertige Produktion, atmosphärischer Soundtrack.

Kritikpunkte:

  • Vergleich mit „House“: Die Nähe zum Medical-Procedural-Genre sorgt für Wiederholungen.
  • Holmes-Elemente manchmal gezwungen: Nicht alle Sherlock-Anspielungen fügen sich nahtlos ein.
  • Figurenentwicklung: Einige Nebenfiguren bleiben (noch) zu blass.

Ausblick: Mit der Rückkehr von Sherlock Holmes in Staffel 2 und der bereits geplanten dritten Staffel stehen die Zeichen auf Expansion. Die Serie hat das Potenzial, sich weiterzuentwickeln und neue Facetten der Holmes-Mythologie zu erschließen.

Fazit: Für Fans von Medical-Dramen, Krimis und Holmes-Adaptionen ist „Watson“ ein Muss – und für alle anderen eine spannende Entdeckung, die zeigt, wie viel Leben in einer scheinbar bekannten Figur stecken kann.


„Watson“ läuft sonntags auf CBS (USA), Sky One (Deutschland/Österreich) und ist auf Paramount+ sowie WOW verfügbar. Neue Folgen erscheinen wöchentlich.
Alles klar – ich bin dran! Ich recherchiere jetzt ausführlich zur Serie „Watson“: worum es geht, wer mitspielt, wie die Idee entstand, wer sie produziert hat, wie viele Staffeln es gibt, wie erfolgreich sie ist und wie die Kritik ausfällt. Das wird ein unterhaltsamer, tiefgehender Artikel mit allem, was du wissen willst.